
Vor über 100 Jahren konnten nicht alle physikalischen Phänomene mit der klassischen Physik erklärt werden. Warum strahlen Atome nur bestimmte Farben ab? Warum verhält sich Licht manchmal wie eine Welle und manchmal wie Teilchen? Die Antwort kam mit der Quantenmechanik: Energie und Materie gibt es nicht stufenlos, sondern in kleinsten Portionen – den Quanten.
Ohne Quantenmechanik gäbe es keine Laser, keine Computerchips, kein GPS. In der Metrologie, der Wissenschaft des Messens, sind Quanten heute unverzichtbar. Einheiten wie die Sekunde, das Kilogramm oder das Ampere beruhen direkt auf Naturgesetzen der Quantenphysik.
Beginn der Quantenmechanik
1900 führte Max Planck die Idee der Energiequanten ein. Kurz darauf postulierte Albert Einstein, dass Licht auch Teilcheneigenschaften hat und die Energie von diesen Teilchen (heute Photonen genannt) gequantelt ist. So konnte er erklären, warum nur Licht einer gewissen Frequenz Elektronen aus Metallen herausschlagen kann. Später konnten Forscher wie Schrödinger und Heisenberg theoretisch erklären, welche Gesetze und Gleichungen die Materie auf atomaren Ebenen befolgt. Damit war die Grundlage für die moderne Quantenphysik geschaffen. Heute ist die Quantenmechanik eine der bestüberprüften Theorien der Wissenschaft.
Quantenrevolutionen
Erste Quantenrevolution (1900–1950): Grundlagen, theoretisches Verständnis und erste Anwendungen wie Halbleiter und Laser.
Zweite Quantenrevolution (heute): Kontrolle von Quantensystemen ermöglicht neue Technologien – Quantencomputer, sichere Kommunikation und extrem empfindliche Sensoren.
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Letzte Änderung 05.05.2026