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Primärnormale Therapiedosimeter

Das Sekundärnormal der METAS, welches zur Bestimmung der Kalibrierkoeffizienten eines Kundendosimeters verwendet wird, muss an einem Primärnormal angehängt werden. Die im Primärnormal realisierte absorbierte Dosis wird durch die SI Einheit Gray (Gy = J/kg) angegeben. Diese Primärnormale werden in internationalen Messvergleichen überprüft.

 

Primärnormal Wasserkalorimeter

In einem Wasserkalorimeter wird die Wasserenergiedosis Dw durch die hoch genaue Messung einer Temperaturdifferenz bestimmt. In einem geschlossenen Glasgefäss mit ultra-reinem Wasser, das sich wiederum in einem Wasserphantom befindet, wird die Dosis induzierte Temperaturerhöhung durch sensitive Thermometern gemessen. Dieses Primärnormal wird vor allem für hoch energetische Photonen und weiche Röntgenstrahlung eingesetzt.

 

Primärnormal Fricke-Dosimetrie

Mit Fricke-Dosimetrie wird die Wasserenergiedosis Dw durch die Veränderung der Konzentration von Fe3+Ionen bestimmt. Die in einer Frickelösung (Eisen(II)-Ammonium-Sulfat, gelöst in verdünnter Schwefelsäure) deponierte Dosis verwandelt  Fe2+ in Fe3+Ionen, deren Konzentration durch UV-Absorptions-Spektrometrie gemessen wird. Dies ist das bevorzugte Primärnormal für Elektronenstrahlung.

 

Primärnormal Luftkerma

Die Messgrösse Luftkerma (Luft 'kinetic energy released per unit mass') misst die Übertragung von Energie durch Photonenstrahlung auf das Medium Luft. Zunächst werden durch Wechselwirkungen von Photonen mit den Atomen in der Luft Ladungsträger (Elektronen) freigesetzt. Entlang ihrer Bahnen übertragen die Elektronen Energie auf die Luft.