Das Zolllabor wechselt ans METAS

Medienmitteilungen, METAS, 17.10.2017

Bern-Wabern, 17. Oktober 2017 – Die Sektion Zolllabor der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) wird per 1.1.2018 ins Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) überführt. Diese Überführung sichert der EZV den langfristigen Erhalt ihrer Laborleistungen aus einer Hand, was die Abläufe für die EZV vereinfacht und die Schnittstellen mit externen Laboratorien auf ein Minimum reduziert. Die naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung des METAS erlaubt dem Zolllabor grosse Entwicklungsmöglichkeiten und schafft Synergiepotentiale.

Mehrere tausend Tonnen unterschiedlichste Waren passieren jeden Tag die Schweizer Grenze. Zollfachleute überprüfen diese Waren. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) erhebt auch Steuern und Abgaben auf Waren verschiedener Art. In vielen Fällen sind für Kontrollen und für die korrekte Tarifeinreihung von Waren Analysen von chemischen oder physikalischen Eigenschaften notwendig. Diese Analysen von Waren aus dem internationalen Warenverkehr zur Tarifierung sowie von Waren beliebiger Herkunft zur fiskalischen Bemessung werden vom Zolllabor erbracht. Heute besteht das akkreditierte Labor aus zwei Diensten (Lebensmittel und Technische Produkte) mit insgesamt 16 Mitarbeitenden.

Erhalt der Laborleistungen aus einer Hand

Auf den 1. Januar 2018 wird das Zolllabor von der EZV ins Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) transferiert. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. Oktober 2017 die Aufgaben des Zolllabors dem METAS übertragen. Der Wechsel erfolgt aus mehreren Gründen: Mit der Überführung des Labors ins METAS stehen die nötigen Ressourcen zur Verfügung, um alle analytischen Bedürfnisse der EZV abzudecken. Die Überführung sichert der EZV den langfristigen Erhalt ihrer Laborleistungen aus einer Hand, was die Abläufe für die EZV vereinfacht und die Schnittstellen mit externen Laboratorien auf ein Minimum reduziert. Des Weiteren muss keine Zwischenlösung für die Unterbringung des Zolllabors während des anstehenden Umbaus des Standorts der EZV in Bern gesucht und finanziert werden. Die Auslagerung entspricht ebenso der Laborstrategie des Bundes. Sie fordert eine Konzentration der Labors an geeigneten Standorten, um einen effizienten Betrieb sicherzustellen und gleichzeitig die Entwicklungsmöglichkeiten zu vergrössern.

Wissensaustausch wird gefördert

Schliesslich werden Synergien genutzt. Durch die Einbindung der Mitarbeitenden des Zolllabors in eine naturwissenschaftlich geprägte Umgebung, wird der Wissensaustausch gefördert und es ergeben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten. Das METAS ist auf den Betrieb von Labors spezialisiert und verfügt über alle Voraussetzungen um ein modernes Labor einzurichten und zu betreiben. Dadurch war es relativ einfach, nach einer Bedarfsanalyse und anschliessenden internen Verdichtungen und Verschiebungen die überschaubaren baulichen Massnahmen zu tätigen, um die für das Zolllabor benötigte Fläche zur Verfügung zu stellen.

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