Schweizerischer Eichdienst: Eichungen und Kontrollen im Messwesen

Medienmitteilungen, METAS, 03.06.2014

Bern-Wabern, 3. Juni 2014 – Im letzten Jahr prüfte und eichte der Schweizerische Eichdienst rund 140'000 Messmittel. Daneben wurden Zähler statistisch überwacht und die nachträglichen Kontrollen im Messwesen durchgeführt. Detaillierte Angaben lassen sich dem soeben veröffentlichten Jahresbericht 2013 des Schweizerischen Eichdiensts entnehmen.

Mengenangaben im Handel sollten stimmen. Wir sollten uns ebenfalls darauf verlassen können, dass die im Dienste der Gesundheit, der öffentlichen Sicherheit und der Umwelt notwendigen Messungen korrekt und zuverlässig durchgeführt werden. Um dies sicherzustellen, prüft und eicht der Schweizerische Eichdienst die in diesen Bereichen eingesetzten Messmittel. Dazu gehören beispielsweise Waagen im Detailhandel, Tanksäulen und Elektrizitätszähler.

Der Schweizerische Eichdienst besteht aus den kantonalen Aufsichtsbehörden und Eichämtern, dem Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) und den Eichstellen. Im letzten Jahr prüfte und eichte er rund 140'000 Messmittel. Weiter kontrollierte er, ob die Mengenangaben auf abgepackten Waren korrekt angegeben sind. Zudem wurden 850'000 Elektrizitätszähler statistisch überwacht. Detaillierte Informationen zum Vollzug des gesetzlichen Messwesens in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein enthält der Jahresbericht 2013 des Schweizerischen Eichdienstes.

Nachträgliche Kontrollen: Waagen, Atemalkoholtestgeräte und Elektrizitätszähler

Neben Eichungen und Prüfungen führt der Schweizerische Eichdienst im Rahmen der Marktüberwachung auch die nachträglichen Kontrollen im Messwesen durch. Bei den nachträglichen Kontrollen überprüfen die Vollzugsorgane, ob Messmittel korrekt in Verkehr gebracht worden sind. Ergänzend wird geprüft, ob die Messmittel überprüft wurden und sie korrekt verwendet werden. Bei der nachträglichen Kontrolle müssen jeweils Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Schwerpunkte der nachträglichen Kontrollen im Messwesen umfassten im letzten Jahr ein breites Spektrum von Messmitteln. Zwei Schwerpunkte betrafen Waagen. Zum einen ging es um die Software von Brückenwaagen, zum andern um das Inverkehrbringen von Ladentischwaagen. In einem Projekt wurde die Messbeständigkeit bei Atemalkoholtestgeräten überprüft. Rund 97 % der überprüften Geräte hielten bei der Kontrolle die Eichfehlergrenze ein. Weiter wurden Erhebungen bei Elektrizitätsversorgern durchgeführt. Diese zeigten, dass sich die Anzahl ungeeicht installierter Elektrizitätszähler weiter vermindert. Die bei der letzten Erhebung im Jahre 2011 von Seiten des METAS eingeleiteten Massnahmen zeigen Wirkung.

Kontakt

Dr. Gregor Dudle, Leiter der Abteilung Gesetzliche Metrologie, Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS, Lindenweg 50, 3003 Bern-Wabern, Tel. 058 387 02 60 gregor.dudle@metas.ch.

nach oben Letzte Änderung 03.06.2014