|
Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie, Gesellschaft und VerwaltungDie Eidgenössische Kommission für das Messwesen (EKMet) ist eine auf dem Gebiet der Metrologie fachlich kompetente Ansprechpartnerin des METAS für Fragen der Zielsetzung und für strategische sowie planerische Fragen. Sie verfolgt die Entwicklung der Metrologie in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, wirtschaftliche Nutzung und internationale Rechtsetzung bzw. deren Harmonisierung. Sie nimmt Stellung zum Leistungsauftrag des METAS. Gleichzeitig steht die EKMet dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) als Konsultativorgan in metrologischen Fragen zur Verfügung und nimmt Stellung zu Einsprachen, die gegen Entscheide des METAS erhoben werden. Die EKMet kann bis zu sieben Mitglieder umfassen; am 1.1.2008 waren erstmals alle sieben Sitze besetzt, seit Ende 2009 beträgt die Mitgliederzahl infolge Demissionen nurmehr 5. Damit sind in der Kommission folgende Bezüger metrologischer Dienstleistungen abgedeckt: Elektrizitätsversorgungen, Gesundheit, Chemie und Forschungsinstitutionen. Die Mitglieder der EKMet sind von ihren Arbeitgebern delegiert, die bereit sind, die Arbeitszeit von spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Mitglieder Dr. Xaver Edelmann, Präsident und Mitglied seit 2001 Prof. Dr. Ursula Spichiger, Vizepräsidentin seit 2010, Mitglied seit 2001 Dr. Léon André, Mitglied seit 2008 Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein, Mitglied seit 2008 Peter Walter, Mitglied seit 2008 200-mal im Dienst der Metrologie Am 8. September 2005 traf sich die Eidgenössische Kommission für das Messwesen zu ihrer 200. Sitzung. Diese Jubiläumssitzung nahm sie zum Anlass, ein Kolloquium abzuhalten. In vier Referaten wurden die Geschichte der Kommission sowie der aktuelle Stand und mögliche Zukunftsperspektiven der Metrologie in der Schweiz vorgestellt. An der Feier in Wabern nahmen auch ehemalige Kommissions- und Direktionsmitglieder teil. Bereits 1899 setzte der Bundesrat eine Expertenkommission ein, die sich mit der Entwicklung des Messwesens und der dazu gehörenden Verwaltungseinheit, der Eidgenössischen Eichstätte, beschäftigte. 1902 wurde dieses Gremium in eine Reorganisationskommission umgewandelt. Präsident war ab 1905 Nationalrat Conradin Zschokke aus Aarau, der vom Bundesrat 1910 zum ersten Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Mass und Gewicht ernannt wurde. Die erste Sitzung dieser Kommission, die 1978 in Eidgenössische Kommission für das Messwesen umbenannt wurde, fand am 23. September 1910 statt. Das Bundesgesetz über Mass und Gewicht von 1909 definierte die Kommission als Gremium, das der Direktion des Amtes für Mass und Gewicht (AMG) bei technischen Fachfragen und den dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen beratend zur Seite stehen sollte. Die Mitsprache bei Personalfragen und den jährlichen Budgets bildeten weitere Aufgabenkreise der Kommission. In der Vergangenheit bezog sie bei Bauvorhaben des Amtes (Neubau Wildstrasse 1914, Neubau Wabern 1967) nicht nur Stellung, sondern arbeitete auch tatkräftig bei der Planung mit. Mit dem Bundesgesetz über das Messwesen von 1977 verlagerten sich die Aufgaben der Kommission von der operativen auf die beratende Ebene. |
