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Dynamische Referenzgasgemische

Die meisten Luftschadstoffe werden in sehr geringen Konzentrationen gemessen. Die Justierung der Messinstrumente erfolgt mit Referenzgasgemischen. Gasmischungen in Druckzylindern werden herkömmlicherweise gravimetrisch hergestellt. Viele Gasmischungen mit Gemischanteilen im Spurenbereich zeigen aber eine schlechte Langzeitstabilität. Alternativ dazu werden bei METAS Referenzgasmischungen dynamisch mit dem Permeationsverfahren nach ISO Norm 6145-10 erzeugt.

Das Prinzip des Permeationsverfahrens basiert auf der Fähigkeit von Gasmolekülen, einem Konzentrationsgefälle folgend durch eine Membran zu diffundieren.

Der Massendurchfluss der Substanz durch die Membran in ein inertes Verdünnungsgas wird hoch genau mit einer Präzisionswaage ermittelt. Durch die Verdünnung mit einem zusätzlichen Inertgasstrom wird der gewünschte Stoffmengenanteil (nmol/mol) der diffundierten Substanz im Gasgemisch eingestellt.

Das Verfahren ist sehr flexibel und eignet sich zur Herstellung von Referenzgasmischungen, die aus einer oder mehreren Substanzen in einem Inertgas bestehen.

Für das Gebiet der Immissionsmessungen werden hauptsächlich Referenzgasgemische mit Anteilen an Stickstoffdioxid, Ammoniak, Schwefeldioxid, Benzol, Toluol und Ethylbenzol hergestellt.