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Das Mol

Das Mol (mol) ist die Stoffmenge eines Systems, das aus ebenso vielen Einzelteilchen besteht, wie Atome in 0.012 Kilogramm des Kohlenstoffnuklids 12 enthalten sind. Bei Verwendung des Mols müssen die Einzelteilchen spezifiziert sein und können Atome, Moleküle, Ionen, Elektronen sowie andere Teilchen oder Gruppen solcher Teilchen genau angegebener Zusammensetzung sein. Diese Definition bezieht sich auf ungebundene Atome von Kohlenstoff 12 in Ruhe und im Grundzustand.

Um die Menge eines Stoffes oder seiner Bestandteile anzugeben, genügt es, die einzelnen Bestandteile (Atome, Moleküle usw.) zu zählen. Dazu braucht es keine neue Einheit. Nun sind Atome und Moleküle jedoch so winzig und liegen normalerweise in so grosser Zahl vor, dass ein normales Zählen nicht möglich ist.

 

Kennt man aber die Verhältnisse der Atom- oder Molekülmassen zueinander, können Stoffmengen auch durch Wägen bestimmt werden. Das Referenzmass für die Wägung ist das Mol: In einem Mol einer beliebigen Substanz sind gleich viele Teilchen enthalten, wie es Kohlenstoffatome in 12 g des Kohlenstoffnuklids 12 hat. Diese Zahl ist die Avogadro-Konstante, früher auch loschmidtsche Zahl genannt. Sie beträgt (6.022 141 5 ±0.000 001 0) · 1023 mol-1. Das Mol wurde 1971 von der 14. Generalkonferenz für Mass und Gewicht (CGPM) als siebte Basiseinheit in das SI aufgenommen.