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Die kommunale und
kantonale Hoheit über Mass und Gewicht wurde um 1800 während der
Helvetischen Republik durch Frankreich und Prof. J. G. Tralles massgeblich
beeinflusst. Erst 30 Jahre später schlossen 12 Kantone ein freiwilliges
Konkordat.
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Auf Bundesebene wurden
Kompetenzen erst 1848 mit der Gründung des Bundesstaates
geschaffen, jedoch ohne genügende Organe und Mittel um das Mass- und
Gewichtssystem ordnen zu können. Die Mass- und Gewichtsinspektion (Prof.
H. Wild) und die Gründung der Eidgenössischen Eichstätte 1862
brachten spürbare Verbesserungen. |
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1874 folgten der noch heute
gültige Vefassungsartikel über Mass und Gewicht, ein Ausführungsgesetz und
1875 die Meterkonvention. Als Gründungsmitglied der Meterkonvention
erhielt die Schweiz 1889 die neuen Urmasse, ein Meterstab aus
Platin-Iridium und ein Kilogramm aus Platin. Wesentliche, von der
Industrie gewünschte Fortschritte waren erst 1906 nach den Arbeiten
einer Fachkommission möglich.
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Mit der Neufassung des Bundesgesetzes über Mass
und Gewicht im Jahr 1909 wurde die Eidgenössische Eichstätte zum
Eidgenössischen Amt für Mass und Gewicht (AMG). Bereits fünf Jahre
später wurde ein eigenes Gebäude an der Wildstrasse in Bern bezogen. Mit
einem Personalbestand von zwölf Personen nahm das AMG bis
1950 zwar die Vielzahl an Eich- und Prüfaufgaben, jedoch kaum
metrologische Grundlagenaufgaben wahr.
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Im Jahre 1955 erfolgte der
Beitritt der Schweiz zur Organisation Internationale de Métrologie Légale
(OIML), welche die Harmonisierung von gesetzlichen Anforderungen an die
Messmittel zum Ziel hat.
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Die Revision des
Bundesgesetzes über Mass und Gewicht brachte 1954/58 eine
Erweiterung des Aufgabenbereiches. Überprüfungen des Personal- und
Raumbedarfs führten bis 1967, das heisst innerhalb von nur 17
Jahren, zu einer Vervierfachung des Bestandes auf 54 Personen und zu einer
Verlegung des Amtes in einen neuen Gebäudekomplex im Berner Vorort
Wabern. |
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Im April
1966 hob ein russischer Riesenhelikopter den fünf Tonnen
schweren Dachträger auf den Turm der Neubauten in Wabern.
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1977 wurde durch den
Erlass eines neuen Bundesgesetzes über das Messwesen aus dem Amt für Mass
und Gewicht das Eidgenössische Amt für Messwesen (EAM), dessen Aufgaben
wesentlich weiter gefasst wurden als bisher. Der nun folgende Ausbau der
metrologischen Grundlagen sowie die rasante Entwicklung in allen
Messmittel-Bereichen bewirkten bedeutende und sichtbare Veränderungen.
Dazu trugen auch die Gründung des Schweizerischen Kalibrierdienstes (SCS)
1986 und der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS)
1991 sowie die intensivierte europäische Zusammenarbeit bei.
Veränderungen gab es auch für die kantonalen Eichmeister, für die ein
neues Ausbildungskonzept und eine höhere, eidgenössisch anerkannte
Fachprüfung geschaffen wurde. |
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Die Eröffnung der Erweiterungsbauten im Mai
2001 schloss eine achtjährige Planungs-, Projektierungs- und
Bauphase erfolgreich ab. Die Erweiterungsbauten vergrössern die Nutzfläche
der bestehenden Gebäude aus den Sechzigerjahren wesentlich. Die
Kosten belaufen sich auf 54.4 Millionen Franken. |