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Radioaktivität

Unter Radioaktivität bezeichnet man den Zerfall eines Atomkerns unter Emission ionisierender Strahlung. Radioaktive Atomkerne (Nuklide) gibt es sowohl in der natürlichen Umgebung (z. B. Radon) wie auch als künstliche Produkte in Kernreaktoren und Beschleunigeranlagen. Für die medizinische Diagnostik werden kurzlebige Nuklide in speziellen Anlagen erzeugt.

Für die Überwachung der Umwelt und zur Sicherheit der Bevölkerung sind Messungen der Aktivität von Nukliden erforderlich. Die Aktivität einer radioaktiven Substanz wird in der SI-Einheit Becquerel (Bq) gemessen. Ein Becquerel ist definiert als ein Zerfall pro Sekunde. Das METAS hat die Realisierung und Weitergabe der Einheit Becquerel dem Institut universitaire de Radiophysique Appliquée (IRA) in Lausanne beauftragt.

 

 

Die von einem radioaktiven Kern beim Zerfall emittierte ionisierende Strahlung tritt in drei Formen auf: als Alpha-, Beta- oder Gammastrahlung. Jede dieser drei Strahlungsarten hat verschiedene Reichweiten in Materie und ihre eigene Art der Energiedeposition.

Das IRA verfügt über die Infrastruktur, um die Metrologie all dieser drei Strahlungsarten in der Schweiz zu gewährleisten:

  • Nationale Aktivitäts-Referenznormal ausgewählter Nuklide
  • Weitergabe der Einheit Becquerel an Kunden
  • Organisation von Vergleichsmessungen
  • Vertretung der Schweiz am CCRI(II) des BIPM