Sommerzeit
Mit dem Frühling kommt die Sommerzeit
Kurz nach Beginn des astronomischen Frühlings beginnt auch gleich die Sommerzeit: Am nächsten Sonntag wird um 2:00 Uhr die Zeit auf 3:00 Uhr vorgerückt. Die verlorene Stunde wird am 25. Oktober zurückerstattet.
Die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt in allen Ländern Westeuropas gleichzeitig. Die Zeitverschiebung um eine Stunde verlangt zwar eine gewisse Anpassung von Mensch und Tier, ist aber inzwischen zur Routine geworden.
Mass gebend bzw. Wetter bestimmend
Nicht alle benützen die lokale Sommerzeit. So arbeiten die Metrologen und die Meteorologen beide mit der koordinierten Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC):
-
Die Metrologen des Bundesamtes für Metrologie (METAS, www.metas.ch) in Bern-Wabern tragen mit ihren Atomuhren zur Realisierung der koordinierten Weltzeit bei. Aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Metrologieinstituten wie METAS aus der ganzen Welt ermittelt das Internationale Büro für Mass und Gewicht (BIPM) in Paris die koordinierte Weltzeit. Daraus leiten die Metrologen des METAS die offizielle Schweizer Zeit ab und verbreiten sie beispielsweise über einen NTP-Server weiter.
-
Die Meteorologen des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz, www.meteoschweiz.ch) in Zürich halten sich bei ihrer Tätigkeit konsequent an die koordinierte Weltzeit (UTC). Um die Vergleichbarkeit der Wetterdaten zu gewährleisten, haben die Meteorologen die Messzeitpunkte und den Austausch der Daten international auf UTC standardisiert. Die Wetterdaten werden immer zum gleichen Zeitpunkt erhoben, also unabhängig davon, ob gerade Sommerzeit ist oder nicht.
So wenig die Meteorologen besseres Wetter machen können, so wenig schaffen es die Metrologen, dass überall mit Mass gehandelt wird. Die Bundesämter für Metrologie (METAS) und für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) nehmen jedoch Aufgaben wahr, die für die Schweiz von grosser Bedeutung sind: Sie sind Mass gebend bzw. Wetter bestimmend.

In Laboratorien, die von äusseren Einflüssen wie Temperaturschwankungen oder Erschütterungen geschützt sind, betreibt das Bundesamt für Metrologie (METAS) in Bern-Wabern mehrere Typen von Atomuhren. Es trägt damit zur Realisierung der koordinierten Weltzeit bei.
Kontakt
André Stefanov, Leiter des Labors Zeit und Frequenz, Bundesamt für Metrologie METAS, Lindenweg 50, 3003 Bern-Wabern, Tel. +41 31 32 33 298, +41 76 23 22 290, andre.stefanov@metas.ch
Medieninformation
Bild 1500 px
