Sommerzeit
Osterhasen im Stress
Bern-Wabern, 22. März 2005. Ostern findet dieses Jahr sehr früh statt: am letzten Sonntag im März. In den meisten Ländern Westeuropas wird jeweils zu diesem Zeitpunkt auf Sommerzeit umgestellt. Den Osterhasen steht also eine Stunde weniger Zeit zur Verfügung, um ihre Nestchen zu verstecken. Die Zeit rückt von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vor. Die Rückkehr zur Normalzeit erfolgt am 30. Oktober.
Seit der Einführung der Sommerzeit in der Schweiz 1981 werden die Uhren am letzten Sonntag im März um eine Stunde vorgestellt. Die Rückstellung erfolgte bis 1995 jeweils am letzten Sonntag im September, seit 1996 am letzten Sonntag im Oktober. Die Sommerzeit dauert dieses Jahr also bis 30. Oktober. Hasen, die weitere Einzelheiten erfahren wollen, wählen www.metas.ch/de/labors/4/szeit.html.
Zeitvergleich über Satelliten
Zuständig für die Realisierung und Verbreitung der offiziellen Schweizer Zeit
ist das Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung (METAS) in Bern-Wabern. In
Laboratorien, die vor Umwelteinflüssen geschützt sind, betreibt das Bundesamt
mehrere kommerzielle Atomuhren und ein Primärfrequenznormal. Die Daten der
Atomuhren des METAS und 50 anderer Metrologieinstitute auf der ganzen Welt
ermöglichen es dem Internationalen Büro für Mass und Gewicht (Bureau
International des Poids et Mesures) in Paris, die koordinierte Weltzeit (UTC) zu
ermitteln.
Internationale
Zeit- und Frequenzvergleiche werden vorwiegend über Satelliten realisiert. Dabei
wird zwischen Einweg- und Zweiweg-Vergleichen unterschieden. METAS hat kürzlich
eine Richtstrahlantenne zum geostationären Satelliten IntelSat 903 in Betrieb
genommen. Damit steht METAS auch die Zweiweg-Datenübertragung zur Verfügung, um
seine Atomuhren und das Primärfrequenznormal mit denen anderer nationaler
Metrologieinstitute zu vergleichen.
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