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Akkreditierung in der Bauindustrie

Oberste Devise: Qualität

Die Pyramiden von Giseh haben während mehr als dreitausend Jahren extreme Temperaturschwankungen ausgehalten und unzähligen Sandstürmen getrotzt. Sie sind zum Symbol für Qualität im Bau geworden. Wie erreicht man heute die notwendige Qualität, damit Bauwerke während ihrer Lebensdauer die an sie gestellten Anforderungen erfüllen? Akkreditierte Stellen, die kalibrieren, prüfen, inspizieren und zertifizieren, leisten einen wesentlichen Beitrag dazu.

Wer Qualität will, muss etwas tun! Unter diesem Motto war die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) an der SWISSBAU '02 präsent. Ziel war es, den Stellenwert der Akkreditierung für die Bauwirtschaft zu vermitteln.

Nachhaltige Qualität auf Anhieb

Bereits seit einiger Zeit sind die grossen Mängel der Bauwerke zu Tag getreten, die aus den Jahren überhitzter Konjunktur stammen. Grosse Qualitätsmängel führten seither zu aufwändigen Sanierungsarbeiten, die im Fall öffentlicher Projekte vom Steuerzahler berappt werden mussten. Zum Glück ist ein Umdenken im Gang: Heute wird mehrheitlich darauf geachtet, dass Bauwerke von Beginn weg in der geforderten und vorgeschriebenen Qualität erstellt werden.

Das Qualitätsmanagement beginnt heute bereits beim Besteller: Klare Pflichtenhefte sorgen dafür, dass die nachfolgenden Stellen den Auftrag klar erfassen sowie Chancen und Risiken von Beginn weg abschätzen können. Dauerhaftigkeit, Umweltverträglichkeit, geringe Wartungs- und Betriebskosten, Nachhaltigkeit und Betriebssicherheit der verwendeten Produkte sind entscheidende Vergabekriterien geworden.

Vertrauen in die Resultate der akkreditierten Stellen

Akkreditierung bedeutet die formelle Anerkennung der Kompetenz einer Kalibrier-, Prüf-, Inspektions- oder Zertifizierungsstelle, nach international massgebenden Anforderungen bestimmte Prüfungen und Konformitätsbewertungen durchzuführen. Die Akkreditierung schafft dadurch die Basis, dass Prüfungen, Inspektionen und Zertifizierungen vertrauenswürdig durchgeführt werden. Dies ist der Grund, warum insbesondere auch öffentliche Bauherren fordern, dass nur akkreditierte Stellen Baustoffprüfungen durchführen, Inspektionen vornehmen und Produkte zertifizieren dürfen.

Das neue Bauproduktegesetz, das am 1. Januar 2002 in Kraft gesetzt worden ist, schreibt denn auch vor, dass Zertifizierungen und Zulassungen von Bauprodukten nur von akkreditierten oder offiziell anerkannten Stellen durchgeführt werden dürfen.

Der Präsenz der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) an der SWISSBAU ist es zu verdanken, dass das schweizerische Akkreditierungssystem an mehreren Ausbildungsstätten der Bauindustrie vorgestellt werden kann. (Bild: METAS)

 

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