Sommerzeit
Hähne werden später krähen!
3003 Bern-Wabern, 20. März 2001. Nächsten Sonntag werden einige Hähne eine Stunde zu spät krähen, weil sie nicht berücksichtigen, dass wieder Sommerzeit ist: Um 2.00 Uhr wird die Zeit auf 3.00 Uhr vorgerückt. Die verlorene Stunde wird am 28. Oktober 2001 zurückerstattet.
Bereits ist es wieder früher hell am Morgen. Das fällt nun für kurze Zeit weg, weil am Sonntag in allen Ländern Westeuropas auf Sommerzeit umgestellt wird. Die Zeitverschiebung um eine Stunde verlangt zwar eine gewisse Anpassung von Mensch und Tier, ist aber inzwischen zur Routine geworden. Eine Ausnahme machen die Meteorologen bei ihrer Tätigkeit: Sie halten sich nicht an die Sommerzeit, weil die Wetterdaten vom Sonnen- und nicht vom Uhrstand abhängig sind und die Vergleichbarkeit gewährleistet bleiben muss.
Zukunft der Sommerzeit noch nicht geregelt
Die gegenwärtigen Sommerzeitregelungen der Europäischen Union (EU) und der Schweiz gelten nur noch bis Ende 2001. Für die kommenden Jahre liegt ein Vorschlag der EU-Kommission beim Rat der Union, die jetzige Regelung ohne zeitliche Beschänkung weiterzuführen. Im Hinblick auf Verkehr, Tourismus, Telekommunikation und Handel sieht unsere Gesetzgebung vor, dass sich die Schweiz den Regelungen der EU anschliesst, um nicht eine Zeitinsel zu werden. Das bedeutet, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit die Sommerzeit in der Schweiz wie in der EU auch künftig vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Oktobersonntag dauern wird.
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